inspired by

Der Charme des Vergänglichen…

Erbstück

Das benutzte, abgeliebte Kuscheltier meiner Kindheit strahlt trotz oder gerade wegen aller Macken und Flecken und Risse eine ganz eigene Perfektion aus… Auf Wunsch meiner Tochter versuchte ich mich an einem neuen alten Teddy – aus Restbeständen bewusst mit Farbbrüchen gehäkelt…

my beloved old teddybear inspired me to crochet a new old one…

Neustück

… mit Stoffohren aus dem Materialpaket von Frau Nahtlust with ears made of fabric given to me by Frau Nahtlust… Was fasziniert mich so an Vintage, an Altem? Es ist das Wissen um die Vergänglichkeit. Ein ganz einzigartiger, melancholischer Charme. So wie das Wissen darüber, dass die Rose, die heute noch in Perfektion erblüht…

Rose

… morgen schon dahinwelkt…

The charm of Vintage is the knowledge of fugacity. A special melancholic charm. Like the knowledge that the rose showing its beauty today is just a whiff tomorrow…

rosenblätter

Verlinkt beim Creadienstag & der Häkelliebe

29 Comments

  1. Seit einiger Zeit übernachte ich einmal die WOche wieder in meinem alten Kidnerzimmer bei meinen Eltern.
    das passt von meien rArbeitszeit einfach am besten bei Ihnen zu übernachten und nicht nach HAuse zu fahren. ISt schon irgendwie komisch…
    Aber: ich hab mein altes Lieblingsplüschi wieder gefunden.. eine Stoffkatze die ich früher GELIEBT habe und überall mt hin genommen habe.
    Seit ich w eder in meinem alten Zimemer Sschlafe darf sie auch wieder mit ins BEtt :)
    ist ein bisschen wie früher.
    aber schön :)

    Viele liebe Grüße

    Franzy

    • Mila says

      Dass das Übernachten bei den Eltern für dich komisch ist, kann ich mir vorstellen. Aber dieses Wieder-Kind-werden hat ja auch ganz viel mit Geborgenheit zu tun. Vor allem mit altem Plüschtier! Liebe Grüße zurück!

  2. So ist es. Das Neue, Perfekte hat viel weniger Charme und kann keine Geschichten erzählen.
    Ganz herzliche Grüsse,
    Claudine

    • Mila says

      Oh ja, genau, es kann keine Geschichten erzählen. Nicht von den Nächten, in denen der Teddy Trost gespendet hat oder zum Träger von wichtigen Geheimnissen wurde…

  3. Ah, jetzt, glaub ich, habe ich was von dieser Vintage – Liebe verstanden: Das Vanitas – Motiv aus der Kunst spielt dabei also auch irgendwie eine Rolle ( da kann ich, ganz bildungsbürgerlich, wieder was mit anfangen…). Bei Pflanzen seh ich das immer eingebunden in einen ewig gleichen Zyklus vom Wachsen & Werden ( und kann es aufgrund vieler Erfahrungen, die ich inzwischen gesammelt habe, auch auf uns Menschen anwenden ). Eine Vorstellung, die mir hilft.
    LG
    Astrid

    • Mila says

      In meinem Fall bestimmt. Manche mögen Vintage-Liebe vielleicht eher nostalgisch sehen oder sich in gewisse Zeiten zurücksehnen, aber bei mir ist das vor allem das Vergehende/ also Vanitas… Pflanzen heilen definitiv!

  4. Der neue Teddy ist echt süss geworden! Großartig!!! Der Blick ist auch fast der gleiche. Das hast du super hin bekommen! Aber den Charme des älteren Genossen muss er sich noch über die Jahre erarbeiten. Da führt leider kein Weg dran vorbei. Der Kleine muss jetzt ganz viel gekuschelt und “abgeliebt” werden, damit er auch mal so ausschaut. 😉
    Ganz liebe Grüße zu dir rüber und eine schöne Woche… Michaela :-)

    • Mila says

      Nein, den alten Charme besitzt der Neue nicht, da helfen wirklich nur Kinderhände…

  5. ich habe auch noch zwei kleine kuscheltiere aus meiner kindheit. muss doch mal schauen, wo sie sich versteckt haben. ganz großartig, dein bär – alt und neu :-)
    lg anja

    • Mila says

      Hol sie mal raus und zeig sie her. Vielleicht sollten wir mal eine Kuscheltierparade veranstalten…

  6. Stimmt, gerade das Abgeliebte hat seinen Charme. Aber das funktioniert nur wenn das altgediente Stück auch wirklich abgeliebt wurde oder ursprünglich von guter Qualität war. Billiger Ramsch wird wohl auch nicht durch Patina besser. Ich hätte sehr gerne einen alten Vollholzküchentisch der schon seit Jahrzehnten in Gebrauch ist, mit Kratzern und rundgegriffenen Kanten. Von uns kämen dann Macken hinzu wie ein Buch das weitergeschrieben wird. Aber erst Mal finden!
    Dein neuer Bär ist wirklich schön geworden, aber ich sehe es auch wie Michaela, um den Charme des alten zu bekommen braucht er noch etwas “körperliche” Liebe ;o)
    Viele liebe Grüße
    Jennifer

    • Mila says

      So ein alter, abgenutzter Küchentisch ist etwas ganz, ganz Besonderes. Sehr neidvoll schiele ich immer auf Denise gutes Stück… http://www.diegutendinge.de Ihre Tischplatte ist ein Macken-Kratzer-Traum…

  7. Wie schön dein alter Teddy und wie schön der neue Teddy! Beides sind ganz besondere Herzensstücke und werden wunderbare Erinnerungen weitertragen und neue gewinnen. Schön, dass ein Fitzelchen Stoff davon auch von mir kommt. Das ist ja toll und mir eine besondere Ehre!
    Ganz lieben Gruß
    Susanne

    • Mila says

      Mir gefällt es im Moment sehr, kleine Stücke von euren tollen Gaben in Dinge um mich herum einzuarbeiten. Heute habe ich ein winziges Stückchen von Jennifers Samtpracht verwendet.

      • Frau Zuckerrübchen says

        Na da bin ich ja gespannt!

  8. Den herzerwärmenden Blick haben die beiden Teddys gemeinsam!
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Mila says

      Danke dir, Andrea, und viele Grüße zurück…

  9. Wieviel Liebe, Zuneigung und Kuschelmomente der kleine, alte Bär wohl schon erhalten hat? Das nimmt ihm keiner mehr und ich bin mir sicher, er weiß es auch zu schätzen!! Ob er wohl schon ganz im Vertrauen dem jungem Bären ein paar Schmusetipps gegeben hat?? Ganz bestimmt, oder was meinst Du, Mila?! Dir einen zauberhaften, bärigen Abend. Herzlichst, Nicole

    • Mila says

      Vielleicht hast du mich gerade lachen gehört, Nicole, bei der Vorstellung, welche klugen Lebensratschläge der Alte dem Neuen wohl mitgeben kann.

  10. ich habe leider gar nichts mehr aus meiner kindheit. früher wurde hemmungslos weggeworfen. in den 1960ern konnte man ja alles neu kaufen – da wurden sogar biedermeiersekretäre zerhackt und durch katalogregale ersetzt, zumindest in meiner familie. vielleicht deshalb meine liebe zu kleinen, abgenutzten dingen, die geschichten erzählen!?
    schön dein teddy! und dein alter erstmal!
    herzliche grüße, mano

    • Mila says

      Urks, da verziehe ich ja allein beim Gedanken an zerhackte Biedermeiersekretäre das Gesicht… Bestimmt kommt daher deine Liebe… Aber auch, weil kleine abgenutzte Dinge eben einfach eine andere Ausstrahlung haben und uns kreativ weiter bringen als neue, glatte, geschichtslose Sachen…

  11. Dein lieber alter Teddy ist so ein Schatz!
    Auch ich habe noch meinen alten Teddy aus Kindertagen, der bis zum Tod meiner Mutter auf der Ecke ihrer Eckbank saß. Quasi stellvertretend für ihre Kinder, denn auch der noch 9 Jahre ältere Teddy meines Bruders saß daneben.
    Nachdem wir ihre Wohnung aufgelöst hatten, sind auch die Teddys wieder zu “ihren Kindern” zurückgekehrt.
    Ich fand es immer schön zu meiner Mama zu kommen und die abgeliebten Kameraden dort sitzen zu sehen. Wer weiß, hãtte meine Mama sie nicht so gehütet, vielleicht wären sie sonst verloren gegangen.
    Wenn ich meinen Petzi anschaue, dann denke ich an viele tröstenden Momente, dicke Kindertränen, wütende, pubertäre Attacken, alles hat er mit stoischer Ruhe ertragen. Ein echter Freund!! Und auch irgendwie eine Erinnerung an meine Mama.

    Schön, dass du mich dazu gebracht hast, mal wieder in Erinnerungen zu schwelgen.
    Dir ganz liebe Grüße, Monika

    • Mila says

      Bestimmt hat deine Mutter auch beim Blick auf die Geschwister-Teddys immer in Erinnerungen gebadet: An die Kindertränen und Attacken… Ein toller Begleiter… Vielleicht ist es gerade diese dem Teddy anhaftende Sentimentalität, die ihn so beliebt macht? Es gibt ja Teddymessen und Teddymagazine, Sammlerteddys usw… Die stoische verlässliche Ruhe wird es sein, die dieser Typ für alle ausstrahlt…

  12. Superschön geworden. Ich mag besonders die verschiedenfarbigen Pfoten! Ein echtes Lieblingsteil, und was für eine schöne Idee, Deinen alten Bären als Vorlage zu nehmen.

    • Mila says

      Danke, liebe Katrin, das war aber nicht meine Idee – sondern die meiner Tochter. Aber ich lasse mich da gerne inspirieren…

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