Vintage Inspirations

Maud Stevens

MausStevensgroß

Maud Stevens (1877-1961) war Trapezartistin und Hochseiltänzerin, als sie den Tätowierkünstler Gus Wagner im Zirkus kennen lernte. Sie willigte ein, ihn zu treffen unter der Bedingung, dass er ihr das Tätowieren beibringen würde. Von ihm lernte Maud die Kunst, ohne Maschine zu tätowieren. Sie stach die Bilder per Hand mit der Nadel unter die Haut und wurde zur ersten bekannten Tätowiererin der USA.

Körperbilder

Sie und ihr Mann traten mit ihren Körperbildern als menschliche Sensationen in Varietéshows auf. Ihre gemeinsame Tochter Lovetta wurde ebenfalls eine Tätowiererin und fertigte ihr erstes Tatoo  bereits mit neun Jahren an (Familienfotos gibt’s hier).

neonstick

Ich fand es reizvoll, Mauds Bilder mit der Nadel nachzustechen … erst Stich für Stich durch das Papier, dann noch einmal mit dem Faden …

stitching

… und ihnen eine neue Lebendigkeit zu verleihen.

maudstevens

In ihren Augen spiegelt sich jetzt unser Leben …

InihrenAugen

Mehr kreative Ideen gibt’s beim Creadienstag

SchlangeimParadies

38 Comments

  1. Wow, ein sehr schönes Bild und deine Idee ist toll. Würde ich mir glatt auch aufhängen! Liebe Grüße!

    • Mila says

      Dankeschön. Ich freue mich auch, dass es endlich hängt. Hat etwas lange gedauert…

    • Mila says

      Nicht wahr? Der Blick ist sehr tiefgründig. Und stolz auch, zumal wenn man bedenkt, dass die Frau ja ihrerseits immer angestarrt wurde. Sie war eine Art Jahrmarkt-Attraktion, ein Freak. Aber ihrer Würde hat das offenbar nichts angetan.

  2. Schön hast du einzelne Details durch die farbigen Fäden betont. So gefallen mir Tatoos! Die Frau hat ja ne tolle Ausstrahlung, jetzt noch mehr…
    LG
    Astrid

    • Mila says

      Wenn man “live” draufschaut, sieht es noch besser aus, weil die Fäden ja “erhaben” sind, das gibt einen tollen Effekt…

  3. Auch wenn ich spontan “Autsch” dachte, als ich die Nadel mit Garn in der Haut der Dame sah, so ist das Gesamtwerk ein Kunstwerk und wunderschön geworden! Wie wunderbar sich das gestichelte und das neu gestichtelte ergänzen! Ganz großartig von dir!
    LG. Susanne

    • Mila says

      Tatsächlich war es ein bißchen komisch, mit der Nadel in die (Foto)Haut zu stechen. Ich kam mir fast vor wie eine Tätowiererin… Aber es floss kein Blut.

  4. Wow!!! Wie cool ist das denn! Bin total begeistert von deinem Kunstwerk. Starke Idee!
    Ganz liebe Grüße… Michaela :-)

  5. Liebe Mila,
    ich habe mich schon immer hier sehr wohlgefühlt wenn gleich ich meisten “still” hier bin. die letzten Tage aber – ein Freudenfest!!!

    herzliche Grüße

    • Mila says

      Und ich freue mich sehr, dass du dieses Mal nicht still geblieben bist. Es ist schön zu wissen, wenn das, was man schreibt, gefällt…

  6. Das mit dem Sticken ist eine wirklich gute Idee aber mir geht es auch so – ich bin erst mal zusammengezuckt als ich das sah und darf auch nicht so lange draufgucken, sonst wird mir schwindelig (-: Die Tattoos finde ich aber wunderschön (der Löwe!).

    • Mila says

      Oh, aber diese Methode des Tätowierens ist absolut schmerzfrei. Also falls du immer schon mal ausprobieren wolltest, wie du mit Tattoo aussiehst: Foto machen, drauf sticken!

  7. Puh, da hat es auch bei mir erst mal auf der Haut gekribbelt, als ich die bunten Stiche sah…
    Witzige Idee…
    Liebe Grüße
    Andrea

  8. ich bin hin und weg! was ist das großartig! hiermit habe ich mein Projekt für den Sommer gefunden! hab Dank DANK DANK :)
    herzliche Grüße
    Denise

    • Mila says

      Dann bin ich mal gespannt, was du besticken wirst. Auf Pinterest gibt es witzige Foto-Stick-Ideen, falls du ein bißchen Inspiration brauchst.

  9. Mir geht`s auch wie Frau Nahtlust,
    aber der Gesamteindruck ist “bestechend schön”

    VG Hala

    • Mila says

      Dankeschön. Liebe Hala, ich kann bei dir leider nicht kommentieren, da bei dir die url/anonym Funktion fehlt. Aber der Quilt, an dem du mitgearbeitet hast, ist sehr beeindruckend.

  10. Oh, Mila, ein echtes Kunstwerk, so, so grandios. Bin grad an Maud-Plakaten vorbeigelaufen, die für die Tattoo-Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe werben… und jetzt erfahr ich bei dir etwas über diese Frau! Liebste Grüße, Ulli

    • Mila says

      Ich habe mich gerade auf der Seite vom Hamburger Museum umgeschaut – toll, da muss ich unbedingt mal hin, das scheint ja ein sehr interessantes Museumskonzept zu sein.

  11. Oh Mila! Das Rätsel ist endlich gelüftet :)
    Eine sehr interessante Frau die Maud Stevens und dein Idee ihre Tätowierungen nachzustehen ist einfach klasse :)
    Gefällt mir wirklich sehr gut.

    Ganz liebe Grüße
    Sarah

    • Mila says

      Es hat ein bißchen Spaß gemacht, nur hier und da mal einen Hint zu setzen. Es lag aber auch daran, dass ich einfach nicht mit dem Bild fertig geworden bin…

  12. Was für eine witzige Idee, auch wenn ich Tätowierungen nicht sonderlich mag…;-). LG Lotta.

    • Mila says

      Aber so hättest du die Chance, dir welche zu stechen, aufs Foto, ohne dass sie bleiben, wär das nichts? Ein blaues Lotta-Tattoo… Ich denke, es müsste ein Schaf sein.

  13. Maud Stevens erinnert mich an Bella vom Blog “hannapurzel”. Kennst du sie? Deine Idee, den Tattoos durch Stickereien neues Leben einzuhauchen, finde ich toll. Eine meiner Nachbarinnen hat auf ähnliche Weise mal ein von ihr auf Leinwand gemaltes Bild ergänzt, das fand ich auch schon immer schön. Ich selbst habe in Princeton nur eine kleine Pappschachtel bestickt.
    Liebe Grüße
    Carmen

    • Mila says

      Den Blog kannte ich noch nicht. Stimmt, da gibt es gewisse bunte Ähnlichkeiten. Ein gemaltes Bild zu besticken, das ist eine interessante Idee. Und hey, Pappschachteln zu besticken, das ist doch auch schon großartig. Klein oder nicht. Völlig egal…

  14. Wie cool das Bild ausschaut und wie viel Geduld dich das gekostet haben muss! Maud klingt wirklich nach einer faszinierenden und interessanten Frau! Oh, und ich glaube, wenn man ein Freak ist, weil man diesen Weg bewusst gewählt hat, dann können selbst die neugierigsten Blick die Würde nicht ankratzen. Schwieriger ist es wohl, wenn man von anderen zum Freak abgestempelt wird und doch lieber unauffällig bleiben würde.

Comments are closed.