Kreative Gedanken

Zu viel Zeit fürs Stricken

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Wenn das Leben turbulent um mich herumwirbelt. Wenn alles auf einmal passiert. Und zwar mehrmals. Und ich keine Ruhe habe, um einen Blogpost zu verfassen. Dann finde ich immer einen Moment, meine Hände zu beschäftigen und etwas selber zu machen. Wie im Wartezimmer. Ich stricke an meiner Decke, beruhige meine Gedanken, fokussiere mich aufs Wesentliche. Eine Frau sitzt neben mir, blättert gelangweilt durch Klatschzeitschriften. Interessiert sich für den Kleidungsstil von Prinzessinnen europäischer Königshäuser. Spricht mich dann auf mein Strickwerk an. Um zu bemerken: “Dafür habe ich keine Zeit.”

zuvielzeitfürdeckenDas ist die höfliche Variante. Ab und an höre ich auch mal: “Ja, wer zu viel Zeit hat…”

Ich war drauf und dran hier aufzulisten, was ich alles in nur einer Woche tue. Wofür ich mich verantwortliche fühle und mich engagiere. Ich würde damit in die Defensive gehen. Mich verteidigen. Warum eigentlich? Warum sehen sich die Menschen, die etwas selber machen, mit so viel Abwertung oder auch immer mal wieder Medien-Schelte (DIYler interessieren sich nicht für Politik, Weltgeschehen usw. & ziehen sich in ihre Häuslichkeit zurück) konfrontiert?

deckenzeitIn der Bahn häkel ich ein bißchen (ich habe eine zweite Decke in Produktion). Die anderen Menschen sind mit ihren Handys beschäftigt. Ein Rundblick bestätigt meine Vermutung: Sie lesen keine tiefergehenden Studien zur politischen Situation im Nahen Osten. Nicht eine. Sie lenken sich ab, sie dröhnen sich zu, sie lassen ständigen Input zu.

Wenn ich stricke oder häkel, dann schalte ich ab. Dann lasse ich meine Erlebnisse Revue passieren. Denke nach. Reflektiere. Stelle Bezüge her. (Und zwar keine Polsterbezüge – sondern die zum politischen Geschehen.)

SamstagskaffeemitvielzuvielZeitManchmal bin ich mit neuen Handarbeitstechniken beschäftigt und muss tatsächlich meine ganze Konzentration darauf verwenden wie aktuell beim Nähen. Das fordert mich heraus. (Das ist mein Gehirnjogging.)

Ja, ich habe zu viel Zeit. Zu viel Zeit zum Nachdenken. Und zum Handarbeiten. Weil ich sie mir nehme.

So wie die Zeit für eine Schneeballschlacht mit meinen Kinder gerade eben. Und jetzt auch noch für den Samstagskaffee

Und die Decke zeige ich bei Auf den Nadeln im Januar

 

47 Comments

  1. Da hast du Recht, sich einfach die Zeit nehmen. Und ich find das Handarbeiten und Werkeln ebenfalls eine gute Art, Gedanken ganz anderer Art zu sortieren – das kann von Ich-muss-noch-Zahnarzt-Termine-für-alle-machen über Was-werde-ich-bei-den-Hamburg-Wahlen-wählen bis zu Mein-Sinn-des-Lebens. Und jetzt nehm ich mir die Zeit fürs Schneemannbauen, hurra, und dann gibt’s lecker Kuchen und Basteln mit den Nachbarskindern… Liebe Wochenendgrüße, Ulli

    • Liebe Ulli, genau so fühle ich mich immer wieder: Gehetzt von den Anforderungen des Lebens. Und dann diese innere Ruhe, die einkehrt, wenn ich etwas mache… Auch dir ein wundervolles Wochenende…

  2. Da kann ich dir nur zustimmen, liebe Mila!
    Du weißt am besten was gut für dich ist und wie du dich nach hektischen Ereignissen wieder sortierst. Was meinen die Menschen eigentlich immer, wer ihnen das Recht gibt über andere zu urteilen – egal in welcher Weise?
    Viel Spaß noch beim Stricken,
    Christina

  3. ‘Wann machst Du das alles? Wie schaffst Du das nur? Für sowas habe ich keine Zeit…’
    Ich könnte regelmäßig ausflippen und aus dem Kleid springen, wenn ich sowas höre.
    Mir macht das Spaß und dann nehme ich mir einfach die Zeit dafür. Arrgghh.

    Liebe Grüße und noch ein wunderbares Wochenende für Dich!
    Simone

    • Neulich fing ein mir sehr naher Mensch auch noch an: “Wieso musst du denn in deinem ganzen Stress vor Weihnachten ein Kleid nähen. Kannst du das nicht besser sein lassen?” Nein, kann ich nicht, weil es etwas ist, das mir in dem ganzen Stress Freude bereitet. Auch dir ein tolles Wochenende, liebe Simone…

      • Am Donnerstag verschenkte ich ein selbstgenähtes Hemd. Von einem Geburtstagsgast kam nur die Frage: ‘Hast Du zu viel Freizeit?’
        Ähm ja. Ehrlich gesagt, fehlten mir da echt die Worte.
        Auch wenn ich selbständig bin, muss ich doch nicht bis zum Umfallen arbeiten und darf doch ein bißchen Freizeit haben???

        • Was für ein Geschenk. Wie viel Arbeit in einem selbstgenähten Kleidungsstück steckt, kann ja wahrscheinlich nur die/ der ermessen, die/ der selber näht. Insofern weiß der Gast, der diesen unsäglichen Kommentar abgegeben hat, vermutlich gar nicht, wie lange du tatsächlich an dem Hemd saßt. Und anstelle voller Bewunderung anzuerkennen, wie viel Liebe, Mühe, Zeit du in das Geschenk gesteckt hast, wird es abgewertet. Echt irre.

  4. schön gesagt! und weiter stricken oder nähen oder schneeballschlachten…so halte ich es auch und hebe meinen Kaffee auf dich, dein Wohl und deine offenen Worte! die mir wohl taten :) herzliche Grüße Denise

    • Auch an dich herzliche Grüße, danke für deine Worte, liebe Denise…

  5. Das ist so uralt, dieses Vorurteil. Also mindestens so alt wie ich bin :-)
    Ich habe es als strickende Studentin gehört, als stickende Kollegin in enervierenden Konferenzen, als nähende Oma. Und noch schlimmer: Mir wurde auch immer der Verstand abgesprochen oder andere Fähigkeiten, wenn ich mich “weiblichem Kunstgewerbe” hingab.
    Endlich bin ich so weit, das Gerede wie Regentropfen auf meiner Regenhaut abperlen zu lassen. Ich kenne meinen IQ, meine Lebensleistung, mein Engagement.
    Aber ärgerlich ist es schon. Auch wenn es eigentlich die Ignoranz des Gegenübers beweist…
    Strick weiter! Decken, Gedanken, Ideen…
    Herzlichst
    Astrid

    • Und ich dachte, früher wäre bei den Studenten das Stricken wenigstens noch als Revolution rübergekommen. Aber vermutlich gilt das nur bei männlichen Strickern… Ich gelobe Ausdauer, liebe Astrid… Danke!

  6. Huch…solche Sprüche musst du dir anhören? Deine handwerklichen Sachen, die entstehen, sind soooo schön! Ich habe es ja nicht so mit dem Stricken, aber wenn ich im Auto auf dem Beifahrersitz sitze, dann hänge ich oft meinen Gedanken nach…da brauche ich keine Zudröhnung mit Musik und Co….;-). LG Lotta.

    • Dieses Gedankennachhängen, egal ob mit oder ohne Handarbeit, ist doch etwas so dermaßen Wichtiges im Leben. Herzliche Grüße an dich…

  7. “Wann machst du das alles?” höre ich ständig. ich kann es nicht mehr hören, denn es ist oft vorwurfsvoll gemeint. Manchmal sage ich dann: “Ich koche nicht”. oder: “ich vernachlässige meine Kinder.” Die Leute lachen dann, und sind sich nicht sicher, ob ich das ernst meine. Tatsache ist, dass ich nicht fernsehe. Schon seit Jahren nicht mehr, und abends eben nähe. stricken und häkeln tu ich tagsüber, während ich Vokabeln abhöre, beim Klavierüben zuhöre, beim lego bauen zusehe und so tue, als würde ich mitbauen. aber wenn ich sage: “ich sehe nicht fern, ” dann sind die Leute beleidigt und fühlen sich bemüßigt, mir zu versichern, dass sie eh auch nicht so viel… ja, klar.
    Lassen wir uns nicht unterkriegen!! Nina.

    • Oh, Nina, du hast mich zum Lachen gebracht. Ich werde ab jetzt auf jeden Fall antworten, dass ich meine Kinder vernachlässige (Kochen tue ich tatsächlich so gut wie nie, weil es mir keinen Spaß macht und meinem Partner ausgesprochen gut – zum Runterkommen – tut…)!!!! (Ich hätte dir gerne beim Gegenbesuch einen Kommentar dagelassen, aber leider kann ich auf blogspot nur kommentieren, wenn ich eine url eingeben kann… Verfluchte Technik…)

  8. Gerade in einem Wartezimmer finde ich es immer sehr spannend wie sich die Menschen verhalten.. zu welchen Zeitschriften sie greifen, welche Bücher sie auspacken oder wie oft das Handy bemüht wird. Liebe Mila, Du kannst mir glauben, wenn ich Dein Strickzeug gesehen hätte, hättest Du ein Lächeln von mir bekommen und wenn Du zurückgelächelt hättest, würden wie uns angeregt über Deine wunderschöne Decke unterhalten (während Du weiter stricken würdest).. lächel!! Ganz liebe Grüße, Nicole

    • Das hätte ich sehr schön gefunden, liebe Nicole. Übrigens kommt es auch gar nicht so selten vor, dass ich von Frauen – meist mit migrantischem Hintergrund – auf meine Handarbeiten angesprochen werde und wir eine nette Unterhaltung beginnen… Es gibt zum Glück ja nicht nur blöde Reaktionen.

  9. Haha, das kenne ich auch. Für mich ist das Stricken und Nähen auch eine Zeit für Gedanken. Andere laufen zum Yoga, machen Autogenes Training – bei mir kommen dabei auch noch Socken rum…ich weiß nicht, warum diese Zeit immer als “Verschwendet” angesehen wird. Ich glaube aber auch, dass es einfach auch Gewohnheit ist. Meine Mutter hat schon viel gestrickt, ich brauche keine große Mühe, mehr noch, ich fernsehe dazu oder höre mit. Meine Hände können das auch ohne mich. Wer sich sehr konzentrieren muss beim Stricken, hat es dabei schon schwerer…der läßt seine Gedanken halt in Königskleidern schweifen.

    • “Verschwendet” – das Wort trifft es wohl sehr genau. Zu viel Zeit bedeutet, überflüssige Zeit zu haben. Und wer die dann nicht genehm nutzt, der/die verschwendet sie. Ich frage mich nur immer wieder, warum das hauptsächlich auf Handarbeiten angewendet wird. Es geht ja gar nicht darum, dass die Leute an alle Hobbies/Freizeittätigkeiten solche Maßstabe ansetzen. Zumindest glaube ich nicht, dass Jemand, der taucht, sich dafür rechtfertigen müsste, bzw. zu hören bekommt, dass andere dafür keine Zeit haben. Hmm, ich muss noch ein bißchen rumgrübeln (und dabei stricken!) Liebe Grüße an dich…

  10. Liebe Mila, schön, dass du dir Zeit nimmst für Dinge, die dir wichtig sind und dir gut tun. Andere sind meiner Meinung nach oft auch neidisch, weil sie selbst nicht viel mit sich und ihrer Zeit anfangen können. Zeit und Geduld zu haben, ist schließlich auch eine Art Luxus.
    Weiterhin frohes Schaffen und liebe Grüße
    Carmen

    • Ja, Carmen, du hast schon Recht, ich empfinde meine Handarbeitszeit durchaus als Luxus. Vielleicht ist es auch das, was die Leute stört, wenn sie meinen, dass sie für sowas keine Zeit haben. Nur warum wird dann die Technikbeschäftigung, das Fernsehgucken etc. nicht als Luxus wahrgenommen. Ganz liebe Grüße!

  11. Oh Mila, ich stimme dir ja sowas von zu! Mir geht es manchmal ähnlich und ich hab auch schon so manch einen blöden Kommentar abbekommen. Aber die Leute haben halt keine Ahnung! Meiner Meinung nach kann man seine Zeit im Wartezimmer, im Zug etc. kaum sinnvoller nutzen, als eben aktiv etwas zu “schaffen” indem man häkelt oder strickt. Als wäre die Zeit sinnvoller in verblödende Handyspiele oder so investiert…
    Ich stricke oft auch Abends gemütlich auf dem Sofa und schaue mir Nachrichten, Brennpunkte oder Reportagen an. So ist das Tagesgeschehen und DIY wunderbar zu kombinieren 😉

    Liebe Grüße
    Dörthe

    • Danke Dörthe, ja, ich sehe das auch so, dass ich meine Zeit für mich sinnvoll nutze. Vermutlich steckt da auch eine völlig andere Sichtweise aufs Leben/ die Welt hinter, wenn solche Kommentare kommen. Vermutlich sehen sie Selbermachen auch einfach als sinnlos an – und dann ist es Zeitverschwendung in ihren Augen…

  12. Ich muss gestehen, dass ich solche Sprüche noch nie gehört habe, obwohl ich eigentlich immer auch “öffentlich” handarbeite. Vielleicht liegt es daran, dass ich oft bei Treffen mein Strickzeug mit der Frage zücken, ob es stören würde, wenn ich nebenbei stricke, weil ich das entspannend fände. Oder es liegt daran, dass ich Großteils Socken stricke – und sowas Kleines scheint verständlicher zu sein, da es ja kein Großprojekt ist … Auf der anderen Seite gibt es in meinem Umfeld auch relativ viele Leute, die selber gern handarbeiten und deshalb das Bedürfnis danach gut verstehen können. Da höre ich dann eher ein “das würde ich auch gern mal wieder machen”. 😉

    Lass dich von solchen Sprüchen nicht in die Defensive drängen! Du weißt, wie viel dir das Handarbeiten bringt und setzt dementsprechend deine Prioritäten – und verkneifst dir dafür die dummen Sprüche in die Gegenrichtung, damit du deine kostbare Zeit nicht mit sinnlosen Diskussionen vergeuden musst. :)

    • Das ist ja interessant, dass du bei manchen Treffen handarbeitest. Das verkneife ich mir nämlich meistens. Nicht weil ich darauf keine Lust hätte, sondern weil ich weiß, dass mein Blick auf die Handarbeit dann als “abwesend sein” meinerseits ausgelegt werden könnte. In so vielen beruflichen Besprechungen habe ich mir schon gewünscht, ich könnte jetzt einfach mein Häkelzeug zücken. Stattdessen doodle ich dann mit Papier und Stift herum – irgendwie braucht mein Kopf das.

      • Ich habe auch früher in der Schule und bei Vorlesungen gehandarbeitet. Einer meiner Lehrer meinte immer, dass er das erlauben würde, solange ich aktiv am Unterricht teilnehme – und da ich unter solchen Umständen weniger zum Tagträumen neige, war ich mit Strickzeug in der Regel aktiver als ohne. 😉

        Einer meiner Professoren hat sogar mal seinen Vortrag unterbrochen und mich vor gefülltem Saal gefragt, was ich denn da stricken würde (es waren natürlich wieder einmal Socken) und dann gemeint, dass er das seit den 60ern nicht mehr gesehen hätte. 😀

        Vielleicht zückst du einfach mal dein Strickzeug in so einem Treffen und schaust wie die Kollegen reagieren. Wenn sie dich schon länger kennen, können sie vielleicht einschätzen, ob dich das zu sehr ablenkt oder nicht. :)

        • Mal sehen, vielleicht muss ich das tatsächlich mal ausprobieren. Übrigens haben einige Kollegen überhaupt keine Probleme damit, bei Besprechungen mit dem Handy beschäftigt zu sein. Und ich behaupte mal, dass das wesentlich ablenkender ist als mein Handarbeiten. Aber das I-Pad-Handy-Gedöns ist halt hip – weil Vernetzung-Immer-up-to-date-sein etc. impliziert wird.

          • Schon komisch, dass etwas so ablenkendes wie ein Handy als “normal” und “hip” angesehen wird, während du dir Gedanken machst, dass dein Stricken als Ablenkung (für dich) wahrgenommen werden könnte. Ich finde es schrecklich mit Leuten zusammen zu sein, die ständig auf ihr Smartphone schauen, nur eben kurz Nachrichten beantworten oder etwas anklicken – das ist definitiv störender für jedes Gespräch als das Klackern von Nadeln oder eine kurze Unterbrechung, um Maschen zu zählen.

          • Ich gebe dir Recht, dieses ewige aufs Smartphone-gucken nervt mich total, wenn die Leute sich eigentlich unterhalten könnten. z.B. mit mir. Noch krasser finde ich allerdings die jungen Liebespärchen, die mitten beim Knutschen schnell ihre Nachrichten checken. Hallo!? Seid lieber wild aufeinander & steckt euch die Zunge in den Hals!

          • *schmunzel* Ich scheine zu selten junge Liebespaare zu sehen. DAS Verhalten war mir noch nicht aufgefallen! 😀 Die Armen können nicht mal knutschen, ohne ihr Handy aus der Hand zu legen? Das sind erschreckende Entwicklungen.

  13. Oha. :/
    Schon krass, was sich manche Menschen für Urteile erlauben (offen auszusprechen). Ein Großteil ist wahrscheinlich einfach nur neidisch, weil sie es nicht können – und schieben ihr Nicht-Können dann auf ihre (mangelnde) Zeit.

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah Maria

    • Ich danke dir, liebe Sarah Maria. Übrigens wollte ich eigentlich mehr meiner Gedanken/ mehr Solidarität auf deinem Blog hinterlassen – aber mir ist angesichts der Kommentare bei dir ganz anders geworden. Ich bewundere die offenen Worte, die du gefunden hast!

      • Danke dir. <3
        Die Kommentare sind wirklich Horror. Ich habe sie nur deshalb stehen lassen, weil sie so anschaulich zeigen, dass das eben nicht nur "besorgte Bürger" sind, sondern Menschen, die eindeutig rechts sind. Gegen die man demonstrieren und ein Gegengewicht bilden sollte.

        • Ja, die Kommentare sprechen wirklich für sich – und da sie Realität sind, solltest du sie unbedingt stehen lassen.

  14. Was gibt es für schönere Freitzeitbeschäftigungen als Bewegung, Lesen und Werkeln.
    Das macht den Kopf frei, ist gesund und bestensfalls erlebt man den Flow.
    Man schläft gut und ist mit sich und der Welt zufrieden.
    Und, und und…
    Es gibt so viele gute Gründe, warum man sich dafür Zeit nehmen müsste. Alle die das nicht schaffen sollten ein “schlechtes Gewissen” haben und sich bitte rechtfertigen.
    Du solltest immer mit gutem Beispiel vorangehen liebe Mila :-)
    In diesem Sinne,
    bis bald beim kreativen Werkeln und Denken,
    allerliebste Grüße,
    Kerstin

    • Liebe Kerstin, du hast mit deinen Worten meinen grauen Montagmorgen erhellt. Ich breche gleich auf, um mit drei befreundeten Autorinnen ein paar Kreativtage zu erleben. Die kreativen Akkus aufladen… In dem Sinne gehe ich mit gutem Beispiel voran. Herzliche Grüße zurück…

  15. Ich gehe völlig mit dir einig! Und manchmal würde ich druchdrehen, hätte ich meine Handarbeiten nicht. Lieber schöne Wolle kaufen, was Schönes machen, Freude dran haben, als … Rechtfertigen müssen wir uns nicht. Die Kritikerinnen haben einfach noch nicht entdeckt, wieviel in Handarbeiten steckt. lg Regula

    • Lieber schöne Wolle kaufen… Schon gemacht und losgewerkelt…

  16. Liebe Mila,
    ich finde Du nutzt die Zeit ganz prima :-) Zudem ist Stricken für mich eine ganz meditative Tätigkeit, bei der man herrlich abschalten und den Kopf frei kriegen kann! Und wenn dabei dann noch so fröhlich bunte Kunstwerke wie deine Decke dabei herauskommen – umso besser! Daher wünsche ich Dir weiterhin ganz viel Zeit zum Stricken.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

    • ich danke dir, Sabine. Und die Zeit nehme ich mir einfach. Stricken ist auch so eine Form der Selbstaneignung, finde ich…

  17. So in etwa habe ich das auch schon erlebt, aber eher von Leuten, die das mit dem Multitasking noch nicht begriffen haben. Mein Strickzeug ist überall dabei, und ich kann mich fast besser auf Gespräche konzentrieren wenn meine Hände werkeln.
    Zum Glück habe ich auch schon das genaue Gegenteil erlebt: zum Beispiel auf dem 12h Rückflug aus Amerika… Ich hatte einen Bänderriss und konnte vor Schmerzen nicht schlafen, aber Stricken ging. Ein gutes halbes Tuch hab ich in den zwölf Stunden geschafft, und die Stewardessen blieben immer wieder stehen, waren hin und weg von der möglichen Produktivität an Bord. Kurz vor der Landung kamen alle noch mal “unauffällig” durch meinen Gang und schauten sich den Zwischenstand an, und mehrere sagten dass sie das unbedingt für die langen Sitzzeiten lernen müssten.

    • Ein schönes Flug-Erlebnis. Zum Glück kenne ich auch diese postiviten Begegnungen. Wenn wildfremde Menschen unbedingt wissen wollen, was ich anfertige und sich wünschen, auch handarbeiten zu können. Liebe Grüße an dich.

  18. Oh weh, über diesen blöden Kommentar hätte ich mich auch geärgert. Neulich hatte ich auch so etwas in der Zeit gelesen, so eine herablassende Glosse über regressive, die Welt verdrängende Handarbeits-Weibchen, ich glaube auf den Artikel beziehst Du dich auch? Ganz unangenehm, auch im Hinblick darauf dass die Autorin sicher recht stabil in dem gleichen Karrieresystem verankert ist dass andere unglücklich macht und nach Ausflüchten suchen lässt. Naja, was red ich Hobbyschneiderin und Eskapistin. Ganz liebe Grüße!

    • Ja, den Artikel fand ich auch grottig. In dem Sinne: Eskapistinnen aller Länder vereinigt euch! Herzliche Grüße zurück…

  19. Eine wirklich wunderschöne Decke ist das!!!
    Ich habe mir noch nicht einen blöden Spruch anhören müssen… oder ich hab sie einfach nicht gehört :).
    Liebe Grüße
    Marisa

    • Weghören und ignorieren ist wahrscheinlich meistens auch die bessere Methode! Viele Grüße an dich…

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